Seit ich aus dem Studium raus bin, arbeite ich selbstständig in der Kulturbranche. Das sind mittlerweile mehr als 10 Jahre. Der bedeutendste Vorteil meiner Selbstständigkeit liegt darin, meiner Kreativität freien Lauf lassen zu können und meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Für mich bedeutet das Unabhängigkeit & Freiheit.
Das Internet ist voll mit Ratgebern, Coaches und Erfolgsstorys, die 6-stellige Summen und schnellen Erfolg versprechen. Noch nie war es so leicht, sich ein Online-Business aufzubauen. Für manche reicht ein Instagram-Kanal aus. Leider ist das für mich wenig glaubwürdig und aus meinen 10 Jahren in der freien Wirtschaft kann ich diese Erfolgsstorys nicht bestätigen. Unternehmer/-in zu sein, ist hart und mit vielen Entbehrungen verbunden. Sich nachhaltig etwas aufzubauen, langfristigen Erfolg zu haben und/oder eine starke Marke zu werden, kostet Zeit. Das geht nicht über Nacht und schon gar nicht mit einer x-beliebigen Methode, wie sie uns diverse Marketingexperten gerne versprechen. Es gibt kein Patentrezept. Es steckt viel Arbeit, Herzblut, Konsequenz und Energie in einem erfolgreichen Geschäftsmodell. Die kreativen Berufe unterscheiden sich dabei gar nicht sonderlich von anderen Berufsgruppen. Mindestens 80 % unserer Zeit verbringen auch wir Kreativschaffenden mit organisatorischen Dingen, der Vermarktung und Akquise, sowie der Erstellung von Inhalten, Netzwerken und Co. Wir sind häufig Solopreneure im kreativen Bereich. Da wir alle Aufgabenbereiche selbst übernehmen, von der Werbung bis zur Buchhaltung, sind wir in der Lage, uns innerhalb kurzer Zeit viel Wissen in den unterschiedlichsten Bereichen anzueignen. Learning by doing, aus der Praxis heraus. Darin liegt bei genauerer Betrachtung sehr viel Potenzial.
Ich sehe beträchtliche Chancen darin, unkonventionelle Wege und künstlerische Herangehensweisen zu wählen, welche frischen Wind in unsere lineare Wirtschaft bringen. Mein Ansatz ist es, die beiden Welten „Kunst“ und „Wirtschaft“ miteinander in Einklang zu bringen.
